Die Weltwunder der Antike
   
Der griechische Gelehrte Antipatros von Sidon (2. Jh. v. Chr.) bereist auf den Handelswegen der damals bekannten Welt im Mittelmeerraum und in Vorderasien die nach seiner Meinung schönsten, größten und technisch erstaunlichsten Bauwerke seiner Zeit. Er will eine Art Reiseführer schreiben. Antipatros beschreibt insgesamt sieben Weltwunder:
   

1 die Pyramiden von Gizeh Gizeh, Ägypten
2 den Artemistempel in Ephesos Ephesos, Kleinasien
3 das Mausoleum zu Halikarnassos Harlikarnass, Kleinasien
4 der Koloß von Rhodos Rhodos
5 der Leuchtturm des Pharos Alexandria, Ägypten
6 der Zeus des Phidias in Olympia Olympia, Griechenland

7

die hängenden Gärten der Semiramis

Babylon

   
In anderen Schriften wird abweichend davon statt des Leuchtturms von Alexandria der Zeus-Altar von Pergamon zu den Sieben Weltwundern gezählt.

Die Zahl "Sieben" gilt in der Antike als die vollkommene Zahl, als solche preist sie schon der griechische Mathematiker Phytagoras im 6. Jh. v. Chr., weil sie die Summe bildet aus Quadrat und Dreieck. Die Sieben steht ebenfalls für die Familie (Vater, Mutter und Kind), also drei Personen plus den vier Himmelsrichtungen. 
Schönheit, Größe und technische Raffinesse waren die Kriterien der Antike und für Antipatros die sieben Weltwunder als solche zu benennen. Einzigartig und ein bißchen geheimnisvoll sollten die Bauwerke für die schönheitstrunkenen Griechen  sein.

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